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Privates Auto vermieten: So viel verdienst du wirklich

Shary Redaktion6 Min. Lesezeit

Ein VW Golf kostet seinen Halter rund 617 Euro im Monat, wenn man Wertverlust, Versicherung, Werkstatt und Kraftstoff zusammenrechnet (ADAC, 2025). Die meiste Zeit davon steht er. Wer sein privates Auto vermieten möchte, dreht diese Rechnung um: Das Fahrzeug verdient Geld, während es sonst nur Geld kostet.

Dieser Ratgeber zeigt, was private Vermieter realistisch verdienen, welche Kosten davon abgehen und was du vor der ersten Buchung klären musst. Er richtet sich an Fahrzeughalter, die ihr Auto gelegentlich an andere Privatpersonen überlassen möchten.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder Versicherungsberatung. Für eine verbindliche Einschätzung wende dich bitte an einen Fachanwalt, Steuerberater oder deine Versicherung.

Was bringt ein privates Auto in der Vermietung ein?

Die kurze Antwort: zwischen 100 und 800 Euro im Monat. Die lange Antwort hängt von drei Größen ab, die du selbst beeinflusst: Tagespreis, Auslastung und Provision der Plattform.

Tagespreis richtet sich nach Fahrzeugklasse, Alter und Region. Kleinwagen werden auf P2P-Plattformen ab 20 Euro pro Tag angeboten, Kombis und SUVs liegen darüber. Welchen Preis dein Fahrzeug trägt, siehst du am besten an vergleichbaren Inseraten in deiner Stadt.

Auslastung ist die Zahl der vermieteten Tage pro Monat. Ein Auto, das nur am Wochenende frei ist, kommt auf vier bis acht Tage. Ein Zweitwagen, der unter der Woche steht, kann auf zehn bis fünfzehn Tage kommen.

Provision behält die Plattform für Vermittlung, Zahlungsabwicklung und Versicherung ein. Bei Shary sind das 20 Prozent des Buchungswerts.

In der Praxis sieht das so aus: Ein fünf Jahre alter Kompaktwagen in Bonn, 35 Euro pro Tag, acht Miettage im Monat. Das ergibt 280 Euro Umsatz, nach Provision bleiben 224 Euro bei dir. Ein gepflegter Kombi, 55 Euro pro Tag, zwölf Miettage: 660 Euro Umsatz, 528 Euro Auszahlung. Bis zu 800 Euro im Monat erreichen Fahrzeuge, die fast durchgehend verfügbar sind und in einer Stadt mit hoher Nachfrage stehen. Wie du den Preis festlegst und wann die Auszahlung kommt, steht im Überblick Das eigene Auto vermieten: Preis, Aufwand, Auszahlung.

Welche Kosten musst du gegenrechnen?

Die Auszahlung ist nicht der Gewinn. Drei Posten gehen ab, und sie werden oft übersehen.

Abnutzung entsteht durch jeden gefahrenen Kilometer. Der ADAC rechnet bei einem Kompaktwagen mit Betriebskosten zwischen 10 und 15 Cent pro Kilometer für Reifen, Verschleißteile und Inspektionen (ADAC, 2025). Fährt ein Mieter 200 Kilometer, kostet dich das 20 bis 30 Euro. Bei Shary sind 200 Kilometer pro Tag inklusive, alles darüber wird als Mehrkilometer automatisch abgerechnet, sodass lange Fahrten nicht auf deine Kosten gehen.

Reinigung fällt nach jeder Vermietung an. Wer das selbst macht, zahlt mit Zeit. Wer es machen lässt, zahlt 15 bis 40 Euro pro Innenreinigung.

Zeit für Übergabe und Rücknahme ist der unterschätzte Posten. Zwei Mal 20 Minuten pro Buchung, bei zehn Buchungen im Monat sind das fast sieben Stunden.

Seien wir ehrlich: Bei zwei Buchungen im Monat bleibt nach Abnutzung und Reinigung wenig übrig. Ab fünf Buchungen wird es ein spürbarer Nebenverdienst. Die Rechnung lohnt sich vor allem für Fahrzeuge, die sonst stehen, nicht für den täglich genutzten Pendlerwagen.

Ist mein Auto während der Vermietung versichert?

Deine private Kfz-Versicherung deckt die entgeltliche Vermietung an Dritte in der Regel nicht ab. Das gilt auch für gelegentliche Vermietungen. Wer sein Auto ohne Klärung vermietet und einen Schaden meldet, riskiert, dass der Versicherer die Leistung kürzt oder verweigert.

P2P-Plattformen lösen das über eigene Rahmenverträge. Bei Shary ist jede Buchung über die VHV Versicherung abgesichert, mit Vollkasko und Teilkasko. Der Schutz gilt für den gebuchten Zeitraum und läuft unabhängig von deiner privaten Police. Dein Schadenfreiheitsrabatt bleibt bei einem Schaden während der Miete unberührt.

Wichtig zu wissen: Eine Selbstbeteiligung bleibt bestehen und trägt im Schadensfall der Mieter. Wie hoch sie ist, welche Schäden ausgeschlossen sind und wie die Abwicklung läuft, erklärt unser Ratgeber zur Versicherung beim privaten Carsharing.

Wer ohne Plattform an Bekannte vermietet, braucht eine Zusatzklausel beim eigenen Versicherer oder eine Kurzzeitversicherung pro Vermietung. Beides ist möglich, beides kostet, und beides muss vor der Übergabe stehen.

Welche Fahrzeuge eignen sich und welche nicht?

Nicht jedes Auto darf vermietet werden, und nicht jedes lohnt sich.

Leasingfahrzeuge sind in fast allen Leasingverträgen von der Weitervermietung ausgeschlossen. Prüfe den Vertrag, bevor du inserierst.

Finanzierte Fahrzeuge stehen unter Eigentumsvorbehalt der Bank. Viele Kreditverträge verlangen eine Zustimmung zur Vermietung. Ein kurzes Schreiben an die Bank schafft Klarheit.

Dienstwagen gehören dem Arbeitgeber. Vermietung ist ohne schriftliche Erlaubnis ausgeschlossen.

Eigene, abbezahlte Fahrzeuge zwischen zwei und zwölf Jahren sind der Kern des P2P-Markts. Das Durchschnittsalter der Pkw in Deutschland liegt bei 10,6 Jahren (KBA, 2025). Mieter erwarten kein Neufahrzeug, sondern ein sauberes, technisch einwandfreies Auto mit gültiger Hauptuntersuchung.

Ein Hinweis zum Zustand: Kleine Lackschäden stören nicht, wenn sie im Inserat dokumentiert sind. Was stört, sind Warnleuchten, abgefahrene Reifen und ein Innenraum, der nach Rauch riecht.

Was erwartet das Finanzamt von privaten Vermietern?

Einnahmen aus der gelegentlichen Vermietung des eigenen Autos sind sonstige Einkünfte nach § 22 Nr. 3 EStG. Bleibt der Überschuss unter 256 Euro im Jahr, ist er steuerfrei. Diese Grenze ist eine Freigrenze, kein Freibetrag: Wer sie überschreitet, versteuert den gesamten Überschuss.

Der Überschuss ist Einnahme minus Werbungskosten. Absetzbar sind der anteilige Wertverlust, anteilige Versicherung, Reinigung und die Plattformprovision. Bei gelegentlicher Vermietung liegt der zu versteuernde Betrag deshalb oft nahe null.

Seit 2023 melden Plattformen die Einnahmen ihrer Nutzer ab bestimmten Schwellen an das Bundeszentralamt für Steuern (Plattformen-Steuertransparenzgesetz, 2023). Dokumentiere Einnahmen und Kosten deshalb von Anfang an. Die Grundbegriffe, inklusive der Frage, ab wann aus der privaten Vermietung ein Gewerbe wird, stehen im Überblick Einnahmen aus der Autovermietung versteuern.

Wie läuft die erste Vermietung über Shary ab?

Genug Theorie. Der Ablauf bei Shary, der deutschen P2P-Carsharing-Plattform aus Bonn, ist in vier Schritten erledigt.

Inserat anlegen mit Fotos, Fahrzeugdaten, Tagespreis und Verfügbarkeit. Acht bis zwölf Fotos bei Tageslicht, von allen Seiten und aus dem Innenraum, sind der Standard, mit dem Inserate gebucht werden. Was sonst noch ins Inserat gehört, zeigt Das Inserat, das gebucht wird.

Buchungsanfrage prüfen in der App. Du siehst Profil und Bewertungen des Mieters und entscheidest, ob du annimmst. Führerschein und Identität prüft die Plattform bei der Registrierung.

Übergabe mit Protokoll in der App: Kilometerstand, Tankfüllung, vorhandene Schäden mit Fotos. Das Protokoll ist deine Absicherung bei jeder späteren Diskussion.

Rückgabe und Auszahlung: Nach der Rückgabe wird abgerechnet, Mehrkilometer werden automatisch berechnet, der Betrag wird ausgezahlt.

Wer einmal durch diesen Ablauf ist, braucht für die zweite Buchung zehn Minuten.

Privates Auto vermieten lohnt sich für Fahrzeuge, die sonst stehen, und für Halter, die Versicherung, Vertrag und Übergabe sauber regeln. Wer das einmal eingerichtet hat, verdient mit jedem freien Wochenende. Inseriere dein Fahrzeug in der Shary-App und sieh, was Mieter in deiner Nachbarschaft suchen.

Häufige Fragen

Wie viel kann ich mit meinem privaten Auto verdienen?
Bei einem Kompaktwagen mit 35 Euro Tagespreis und acht Miettagen im Monat bleiben nach 20 Prozent Provision rund 224 Euro. Fahrzeuge mit hoher Verfügbarkeit in Städten wie Bonn oder Köln erreichen auf Shary bis zu 800 Euro im Monat. Abnutzung und Reinigung musst du davon noch abziehen.
Ist mein Auto während der Vermietung versichert?
Über deine private Kfz-Police in der Regel nicht. Bei Shary ist jede Buchung über die VHV Versicherung abgesichert, Vollkasko und Teilkasko inklusive, dein Schadenfreiheitsrabatt bleibt unberührt. Die Selbstbeteiligung im Schadensfall trägt der Mieter.
Muss ich die Einnahmen versteuern?
Einnahmen aus gelegentlicher Vermietung sind sonstige Einkünfte. Bleibt der Überschuss nach Abzug der Kosten unter 256 Euro im Jahr, ist er steuerfrei. Darüber wird der gesamte Überschuss versteuert. Sprich bei regelmäßiger Vermietung mit einem Steuerberater.
Darf ich ein Leasing- oder finanziertes Auto vermieten?
Leasingfahrzeuge in der Regel nicht, der Leasingvertrag schließt das fast immer aus. Bei finanzierten Fahrzeugen brauchst du meist die Zustimmung der Bank. Prüfe den Vertrag vor dem ersten Inserat.
Wie finde ich Mieter in meiner Nähe?
Über die Shary-App legst du ein Inserat mit Standort an. Mieter in Bonn, Köln und Düsseldorf suchen nach Fahrzeugen in ihrer Nachbarschaft und senden Buchungsanfragen, die du annehmen oder ablehnen kannst.
Was passiert, wenn der Mieter einen Schaden verursacht?
Du dokumentierst den Schaden bei der Rückgabe im Übergabeprotokoll. Die Abwicklung läuft über die Plattformversicherung, der Mieter zahlt die Selbstbeteiligung. Deshalb ist das Protokoll mit Fotos bei Übergabe und Rückgabe Pflicht.

Was möchtest du als Nächstes tun?

Ob du ein Auto mieten oder deins vermieten möchtest — bei Shary geht beides.

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