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Ratgeber

Was kostet ein eigenes Auto 2026 wirklich? Fixkosten gegen Mieten

Shary Redaktion5 Min. Lesezeit

Die meisten Halter beantworten die Frage Was kostet ein Auto im Monat mit dem, was sie sehen: Tanken, Versicherung, vielleicht die Werkstatt. Der ADAC kommt bei einem VW Golf auf rund 617 Euro im Monat, wenn man Wertverlust, Versicherung, Steuer, Werkstatt und Kraftstoff zusammenrechnet (ADAC, 2025). Das ist etwa das Doppelte dessen, was viele schätzen.

Dieser Ratgeber zerlegt die Vollkosten in ihre Posten, zeigt, welche davon fast jeder vergisst, und rechnet aus, ab wie vielen Fahrtagen im Monat das Mieten aus der Nachbarschaft günstiger ist als das eigene Auto.

Woraus bestehen die Vollkosten eines Autos?

Fünf Posten, und nur zwei davon tauchen regelmäßig auf dem Kontoauszug auf.

Wertverlust ist der größte und unsichtbarste Posten. Ein Neuwagen verliert in den ersten Jahren am meisten, ein Gebrauchter weniger, aber er verliert jeden Monat, ob er fährt oder steht. Der ADAC rechnet mit einer Haltedauer von fünf Jahren und 75.000 Kilometern, und auf dieser Basis ist der Wertverlust beim Golf der größte Einzelposten der 617 Euro.

Versicherung und Steuer sind die Fixkosten, die jeder kennt. Haftpflicht ist Pflicht, Kasko bei neueren Fahrzeugen üblich, die Kfz-Steuer kommt einmal im Jahr.

Werkstatt, Reifen, Hauptuntersuchung: Inspektionen, Ölwechsel, Bremsen, zwei Sätze Reifen, alle zwei Jahre die Prüfplakette. Der ADAC setzt für Reifen, Verschleiß und Inspektion beim Kompaktwagen 10 bis 15 Cent pro Kilometer an (ADAC, 2025).

Kraftstoff oder Strom: Der einzige Posten, der wirklich mit den Kilometern wächst.

Stellplatz: In der Stadt ein echter Betrag, auf dem Land oft null. Die ADAC-Rechnung enthält ihn nicht, dein Konto schon.

Seien wir ehrlich: Wer nur Tanken und Versicherung zählt, rechnet mit 200 bis 300 Euro. Wer Wertverlust und Werkstatt dazunimmt, landet beim Doppelten. Der Unterschied ist kein Rechenfehler, sondern die Posten, die nicht monatlich abgebucht werden.

Welche Kosten fallen an, auch wenn das Auto steht?

Fast alle. Wertverlust, Versicherung, Steuer, Stellplatz und ein Teil der Werkstattkosten entstehen unabhängig von der Nutzung. Nur Kraftstoff und ein Teil des Verschleißes hängen an den Kilometern.

Beim Golf aus der ADAC-Rechnung sind das grob zwei Drittel der 617 Euro, also rund 400 Euro, die jeden Monat anfallen, auch wenn das Auto den ganzen Monat vor der Tür steht.

Für ältere Autos verschiebt sich das Verhältnis. Ein zehn Jahre alter Kompaktwagen verliert pro Monat weniger an Wert, dafür steigen die Werkstattkosten und das Risiko einer größeren Reparatur. Die Stehkosten liegen dann niedriger, aber nicht bei null, und das ist genau der Bereich, in dem viele Halter das Gefühl haben, das Auto koste nichts, weil die Raten längst abbezahlt sind.

In Deutschland sind 49,3 Millionen Pkw zugelassen, 88,3 Prozent davon auf private Halter, mit einem Durchschnittsalter von 10,6 Jahren (KBA, 2025). Ein älteres Auto hat weniger Wertverlust, dafür höhere Werkstattkosten. Die Stehkosten sinken, aber sie verschwinden nicht.

Ab wann ist Mieten günstiger als Besitzen?

Die Rechnung hat eine einzige Variable: die Zahl der Tage im Monat, an denen du das Auto wirklich fährst.

Der Reihe nach: Vollkosten im Monat geteilt durch Fahrtage ergibt den Preis pro Fahrtag. Liegt der über dem Preis einer Tagesmiete, ist Mieten günstiger.

In der Praxis sieht das so aus: Ein Kompaktwagen mit 500 Euro Vollkosten im Monat, der an acht Tagen fährt, kostet 62 Euro pro Fahrtag. Ein Kompaktwagen aus der Nachbarschaft kostet auf Shary, der P2P-Carsharing-Plattform aus Bonn, ab 20 Euro pro Tag, mit 200 Inklusivkilometern und Versicherung über die VHV mit Haftpflicht, Vollkasko und Teilkasko. Bei 35 Euro Tagespreis kosten acht Fahrtage 280 Euro plus Kraftstoff, statt 500 Euro.

Der Wendepunkt liegt bei vielen Haushalten zwischen zwölf und fünfzehn Fahrtagen im Monat. Wer täglich pendelt, besitzt günstiger. Wer am Wochenende und gelegentlich unter der Woche fährt, mietet günstiger. Wie die Buchung bei einer Privatperson abläuft, steht im Leitfaden für die erste Buchung.

Klingt gut? Es gibt einen Haken. Die Rechnung kennt keine Spontaneität. Ein gemietetes Auto muss angefragt und abgeholt werden, ein eigenes steht vor der Tür. Wie viel dir das wert ist, steht in keiner Tabelle.

Was ist mit dem Auto, das du schon hast?

Dann ist die Frage nicht Kaufen oder Mieten, sondern Behalten, Abschaffen oder Vermieten.

Behalten ist richtig, wenn du über zwölf Fahrtage im Monat kommst.

Abschaffen ist richtig, wenn du unter sechs Fahrtagen liegst und ein passendes Auto in der Nachbarschaft steht. Der Erlös kommt dazu, die Stehkosten fallen weg.

Vermieten ist der Mittelweg: Das Auto bleibt, und die Stehtage verdienen Geld. Bei 35 Euro Tagespreis und acht Miettagen bleiben nach 20 Prozent Provision rund 224 Euro, was einen großen Teil der Stehkosten deckt. Die Rechnung für den Zweitwagen steht in Zweitwagen abschaffen oder vermieten? Die ehrliche Rechnung, die vollständige Vermieter-Rechnung im Ratgeber zum privaten Auto vermieten.

Wie rechnest du deine eigenen Zahlen?

Konkret heißt das, in fünf Schritten:

Erstens: Kaufpreis minus geschätzter Verkaufspreis in fünf Jahren, geteilt durch 60 Monate. Das ist der Wertverlust.

Zweitens: Versicherung und Steuer aus den Jahresrechnungen, geteilt durch zwölf.

Drittens: Werkstatt, Reifen und Hauptuntersuchung der letzten zwei Jahre, geteilt durch 24. Oder 12 Cent pro Kilometer mal Monatskilometer als Faustregel.

Viertens: Kraftstoff aus den letzten drei Monaten, geteilt durch drei. Stellplatz dazu, wenn du einen bezahlst.

Fünftens: Die Summe durch die Fahrtage des letzten Monats teilen. Das Ergebnis vergleichst du mit den Tagespreisen in deiner Nachbarschaft.

Was ein eigenes Auto grundsätzlich gegen Autovermietung und Carsharing kostet, zeigt der Vergleich Privates Carsharing, Autovermietung oder eigenes Auto?.

Was kostet ein Auto im Monat ist mit der ADAC-Rechnung schnell beantwortet, die ehrliche Antwort steht aber in deinem eigenen Kalender: Teile die Vollkosten durch die Fahrtage, und du weißt, ob Besitzen, Mieten oder Vermieten die bessere Rechnung ist. Die Tagespreise in deiner Nachbarschaft siehst du in der Shary-App.

Häufige Fragen

Was kostet ein Auto im Monat wirklich?
Ein VW Golf kostet seinen Halter rund 617 Euro im Monat an Vollkosten, inklusive Wertverlust, Versicherung, Steuer, Werkstatt und Kraftstoff (ADAC, 2025). Die meisten Halter rechnen nur mit Tanken und Versicherung und unterschätzen die Summe um die Hälfte.
Welcher Kostenpunkt wird am häufigsten vergessen?
Der Wertverlust. Er wird nie abgebucht, ist beim Golf aber der größte Einzelposten. Danach folgen Reifen, Inspektionen und Hauptuntersuchung, die nur alle paar Monate anfallen.
Ab wie vielen Fahrtagen lohnt sich ein eigenes Auto?
Bei vielen Haushalten ab zwölf bis fünfzehn Fahrtagen im Monat. Darunter ist Mieten aus der Nachbarschaft ab 20 Euro pro Tag meist günstiger.
Was kostet ein Auto, das nur steht?
Grob zwei Drittel der Vollkosten: Wertverlust, Versicherung, Steuer, Stellplatz und ein Teil der Werkstattkosten fallen unabhängig von den Kilometern an.
Kann ich die Stehkosten meines Autos decken?
Ja, durch Vermieten an freien Tagen. Bei Shary bleiben bei 35 Euro Tagespreis und acht Miettagen nach 20 Prozent Provision rund 224 Euro im Monat, die Versicherung läuft über die VHV.
Sind 200 Kilometer pro Tag beim Mieten genug?
Für Alltag und Ausflug ja. Bei Shary sind 200 Kilometer pro Tag inklusive, Mehrkilometer werden nach der Rückgabe automatisch abgerechnet.

Was möchtest du als Nächstes tun?

Ob du ein Auto mieten oder deins vermieten möchtest — bei Shary geht beides.

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